Zeugnis-Nr. 2012-01-15A Mit der Kraft Gottes: Turniersieg trotz Chemotherapie

E-Mail vom 15. Januar 2012
Betreff: Erlebnisbericht Tennis

Lieber Arne, liebes Praxisteam,

… noch einmal schriftlich mein Erlebnis über die Kraft Gottes bei den Tennismeisterschaften im
…[Monat] 2011:
geschwächt durch die im …[3 Monate vorher] 2011 abgeschlossene Chemotherapie habe ich in den
Monaten danach kaum Tennis gespielt. Vor meiner Grunderkrankung …krebs, die [7 Monate vorher] …
diagnostiziert und operiert wurde, habe ich regelmäßig ca. 2-4 Stunden pro Woche auf dem Tennisplatz
verbracht. Zeit meines Lebens besaß ich eine relativ hohe Fitness durch regelmäßige sportliche Aktivitäten
wie joggen, früher Fußball, später Tennis.
Die Tennismeisterschaften der 40 und 50 jährigen in unserem Verein fanden Anfang … [Monat] statt.
Einen Tag nach der ersten Ultraschalluntersuchung mit dem Verdacht auf …-metastasen wurde ich von
Vereinsmitgliedern überredet, an den Meisterschaften teilzunehmen. Dabei erreichte ich das Halbfinale
und nach einem gut l,5-stündigen Match bei warmen Temperaturen musste ich gegen einen 15 Jahre
jüngeren …[sportlich sehr fit!] noch am gleichen Nachmittag Finale spielen. Wider Erwarten gewann ich
das Match (2,5 Std) und wurde Vereinsmeister. Die Zuschauer wunderten sich über meine Kondition. Ich
selbst ebenso, zumal mir zu diesem Zeitpunkt Spielpraxis und Fitness fehlte, mit nur max. 80 % meiner
Leistungsfähigkeit ausgestattet. Für mich war ganz klar: die Kraft kam eindeutig von oben. Ich ging also
als Sieger vom Platz – und konnte mich überhaupt nicht freuen! So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt.
Seither quälte mich immer wieder die Frage: warum gab Gott mir die Kraft, aber keine Freude am
Gewinn des Turniers? Die Antwort sollte ich Monate später beim joggen erhalten: beim Laufen fragte ich
mich erneut, warum ich damals die Kraft bekam, aber keine Freude empfinden konnte? “Meine Kraft ist
in den Schwachen mächtig”, sagte Gott zu mir, und zum ersten Mal begriff ich, dass sich diese Zusage
auch auf meinen schwachen Körper bezieht, nicht nur auf meinen Geist oder schwachen Glauben. “Ich bin
Herr über Deinen Körper, und auch über Deinen Krebs”, sagte Gott weiter zu mir. Diese Erkenntnis löste
eine große Freude in mir aus, darüber kann ich mich jetzt immer noch mehr freuen als über den
eigentlichen Sieg. Dann fragte ich Gott: “warum sagst Du mir das erst jetzt, Monate später?”. Daraufhin
Gottes Stimme: “warst Du mit mir verbunden?”. Ja, das stimmte, zum Zeitpunkt des Matches hatte ich
relativ wenig Kontakt zu meinem himmlischen Vater. Diese und andere Erfahrungen machen mir Mut,
dranzubleiben am engen Kontakt zu Gott. Er liebt mich bedingungslos und hat Gutes mit mir vor. Im
Hören auf seine Stimme geschieht Heilung, wird Freude freigesetzt. Ich freue mich sehr über Gottes
geballte Zuwendung zu mir schwachem Menschen. Soweit meiner kurzer Erfahrungsbericht. Nun zur
aktuellen Situation:
Neue Befunde werden in den nächsten Tagen erstellt (Blutuntersuchung + evtl. Ultraschall) und Euch
zugeschickt. Mich plagt seit einigen Tagen ein verstärktes Völlegefühl im Bauch und ab und zu melden
sich die …-metastasen durch erkennbares Zwicken. Bitte betet, dass wir die Hoffnung auch auf
körperliche Heilung nicht aufgeben.
Ich bin gerade sehr ermutigt, noch intensiver den vielen Menschen, die ich kenne und die mich besuchen,
von Gott und seiner Kraft zu erzählen. Im Februar soll ich im Männerfrühstück meiner Gemeinde zum
Thema … berichten, die Tennismannschaft wünscht ein Treffen mit mir und die Organisation … [Jugend] … wünscht meine Unterstützung bei Einsätzen im Sportverein und in der …schule. Kommende Woche
werden meine Frau und ich die Eckpunkte der Erkrankung und die damit verbundenen Erfahrungen
stichwortartig zusammenstellen und formulieren. Somit sind die am letzten Dienstag von Dir benannten
Berufungen für mich bereits im vollen Gang.

Voller Dankbarkeit und Erwartung grüße ich Euch und erbitte Gottes reichen Segen für Euren fruchtbaren
Dienst!
N.N. [männlich]

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